Vom Sperrbrecher zum staatsfeindlichen Menschenhändler

Donnerstag, 04. Juli 2024, 19:00 Uhr | Hartmut Richter

Hartmut Richter verweigerte bereits als Schüler die Zusammenarbeit mit der SED. Er lehnte es ab, seinem Pionierleiter über seine Mitschüler Bericht zu erstatten oder der FDJ beizutreten. Als 13-Jähriger beobachtete er den Mauerbau in der Bernauer Straße und schwamm als 18-Jähriger durch den Teltow-Kanal nach West-Berlin, nachdem er zuvor zu einer Bewährungsstrafe wegen sogenannter „Republikflucht“ verurteilt worden war.

In West-Berlin angekommen, begann er zunächst Freunde und Verwandte aus der DDR herauszuholen. Auf den Transitstrecken zwischen Westdeutschland und Berlin gelangen 33 Menschen mit seiner Hilfe in den Westen, bis ein Kontrollposten 1975 seine Schwester im Kofferraum seines Autos entdeckte. Das Bezirksgericht Potsdam verurteilte ihn unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu 15 Jahren Gefängnis, von denen er fünf verbüßte, bevor er von der Bundesrepublik freigekauft wurde.

Hartmut Richter, träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, berichtet an diesem Vortragsabend über sein Wirken und darüber wie diese Zeit sein Leben und das vieler tausender anderer Menschen beeinflusst hat.

Bildrechte: © Hartmut Richter
Wo?Glashaus Borken (Hessen)
Wann?04.07.2024 | Einlass 19:00 Uhr | Beginn 20:00 Uhr
Für wen?für Kinder und Erwachsene
Eintrittfrei | um eine Spende wird gebeten
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